Fiat Spider
Aufbau eines Motors
Da der zur Zeit eingebaute Motor schon etliche Kilometer auf dem Buckel hat und nicht mehr bis zum Exitus gefahren werden soll, baue ich zur Zeit aus einem alten FIAT Argenta Motor einen neuen auf. Ziel dabei ist es, einen zuverlässigen, spritzigen, alltagstauglichen Motor zu erhalten, der auch noch ein paar PS mehr bringt. Deshalb wird nur moderat getunt.
Als Basis wurde ein FIAT 131 Block (132C2000) und ein Argenta Zylinderkopf (4372297) genommen. Als Vergaser sollen Weber IDF40 oder ein Weber ADF34 zum Einsatz kommen. Diese Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber beide Krümmer wurden schon an den Kopf angepasst.
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Der Motorblock nach dem bearbeiten Der Block wurde gereinigt, alle Kanäle/Bohrungen geöffnet und kontrolliert, die Dichtflächen geplant und die Laufbuchsen, passend zum Laufspiel der neuen Kolben, gebohrt und gehont. Alle Frostschutzstopfen wurden auch gleich erneuert. Die Lager der Nebenwelle wurden kontrolliert und ausgetauscht. Sind diese Lager zu sehr verschhlissen, sinkt der Öldruck! Der gesamte Block wurde vor dem Zusammenbau noch mit hitzebeständigem Lack mattschwarz lackiert. |
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Der überarbeitete Zylinderkopf Der Zylinderkopf wurde umfangreich überarbeitet. Alle Ventile (41,8 bzw. 36mm), Führungen und Schaftdichtungen wurden erneuert. Die Ventilsitze soweit wie möglich nach aussen gelegt. Alle Kanäle wurden geglättet und an die Krümmer angeglichen. Die Kanäle für die Kühlflüssigkeit wurden erweitert und alle Grate entfernt, um die Kühlung zu verbessern. Es wurden zusätzliche Bohrungen angebracht, um den Ölrücklauf aus dem Kopf zu verbessern Der Kopf wurde um 0,14mm geplant um eine exakt plane Dichtfläche zu erhalten, und es wird eine verstärkte Kopfdichtung aus dem Motorsport verwendet. |
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Die Brennräume Der Kopf neigt auf Grund seiner zerklüfteten Brennräume und der vielen Kanten, besonders in Verbindung mit hochverdichtenden Kolben, zum Klingeln. Damit die Klingelneigung bei dem geplanten Verdichtungsverhältnis von 10,5:1 geringer wird, wurden die Brennräume geglättet und einer hemispährischen Form angenähert. Alle vier Brennräume wurden ausgelitert und auf das gleiche Volumen gebracht. |
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Die Kolben Hier sieht man den Unterschied zwischen dem alten, originalen Kolben (84,0 mm) mit flachem Boden und dem neuen Kolben (84,4 mm) mit 8mm Überhöhung. Die Kolben wurden ausgewogen und zusammen mit den Pleuel auf die gleichen Masse gebracht, um einen runden und vibrationsarmen Motorlauf zu erzielen. Verdichtungsverhältnis alt: 8.9 : 1 |
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Die Pleuel Die Pleuel wurden gereinigt und vermessen und im Gewicht aneinander angeglichen. Diese Pleuel haben am Fuß zwei Bohrungen zur
Kolbenbodenkühlung mit Spritzöl. Alle Pleuel bekamen neue Lager. |
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Die Kurbelwelle Da die Kurbelwelle noch sehr gut und maßhaltig war, wurde sie vermessen, poliert und fein gewuchtet. Das Wuchten erfolgte zuerst einzeln, dann zusammen mit der Schwungscheibe. Alle Ölbohrungen wurden geöffnet, die Ölkanäle gereinigt und anschließend die Bohrungen wieder mit neuen Stopfen verschlossen.
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Die Schwungscheibe Die Schwungscheibe wurde plan gedreht, auf der Rückseite erleichtert, einzeln und mit der Kurbelwelle zusammen fein gewuchtet. Das Erleichtern der Schwungscheibe soll durch geringere rotierende Massen die Drehfreude des Motors verbessern. Es wurde nur soviel Gewicht abgenommen, dass ein guter Leerlauf erhalten bleibt. Die Scheibe wiegt nun 4,7kg. Die Schwungscheibe wurde noch mit hitzefestem Lack mattschwarz lackiert. |
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Die Zylinderkopfdichtung Die Kopfdichtung der Spidermotoren ist eine bekannte Schwachstelle. Ich verwende deshalb eine verstärkte Kopfdichtung. (Foto zeigt normale, neue Kopfdichtung). Mir ist aufgefallen, dass die Wasserkanäle von Block und Kopf an einigen Stellen durch die Dichtung massiv verengt werden! Das führt zu einer schlechten Durchströmung mit Kühlflüssigkeit und in der Folge zum Überhitzen. Deshalb habe ich die Dichtung nachgearbeitet, damit diese Kanäle frei sind! |
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Was mir sonst so auffiel Montage des Zylinderkopfes: Zur Kontrolle der freien Länge der Zylinderkopfschrauben diese erst einmal ohne Zylinderkopf in den Motorblock eindrehen und die freie Länge messen. Besonders am 4. Zylinder ist eine Gewindebohrung nicht tief genug geschnitten, sodass bei ganz eingedrehter Schraube nicht genug Spannung auf den Kopf kommt. Diese Schraube, und ggf. andere, mit einer zusätzlichen Scheibe unterlegen. |
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